Land der Mühlen
Bereits seit dem 15. Jahrhundert sind die Niederlande national und international bekannt für ihre Windmühlen. Sie sind das Symbol für unseren Kampf gegen das Wasser und für die so typische Polderlandschaft der Niederlande.
Ein Stück Historie
Mit insgesamt 224 Windmühlen ist Südholland die größte Mühlenprovinz des Landes. Einst gab es noch viel mehr; Mitte des 19. Jahrhunderts zählte Zuid-Holland insgesamt 1275 Mühlen.
Die Windmühlen haben sich im Laufe der Geschichte Hollands als wirtschaftlich bedeutungsvoll erwiesen. Sie mahlten nicht nur Getreide zu Mehl, sondern pumpten auch Wasser aus den Poldern. Darüber hinaus gab es Sägemühlen, die, angetrieben durch Windenergie, Planken für den Schiffsbau sägten. Unter anderem dadurch verfügte die Republik der Vereinigten Niederlande über eine enorme Kriegs-, Fischerei- und Handelsflotte, die intensiven Überseehandel mit fernen Ländern wie China ermöglichte.
Die Entwicklung der Dampfmaschine im 19. Jahrhundert war für viele Mühlen der Anfang vom Ende. Ihre Zahl reduzierte sich schnell, aber glücklicherweise ist eine ganze Reihe davon erhalten geblieben. Organisationen und ehrenamtliche Helfer engagieren sich für den Unterhalt und die Zugänglichkeit dieses einzigartigen Kulturerbes von Holland. Dank dieses Engagements sind in Südholland heute noch so viele Mühlen zu besichtigen.
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